Strategie
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Fair und sauber

Nachhaltigkeit ist für Axpo mehr als ein Modewort

"Grün" zu werden, ist heute für viele Firmen zentral, denn Kunden und Öffentlichkeit verlangen immer häufiger, dass Nachhaltigkeitsstandards befolgt werden. Zertifizierungen sowie Nachweise, dass die Prozesse in der gesamten Wertschöpfungskette fair und sauber sind, werden wichtiger. Auch für Axpo als Energie-Lieferantin.

Für Weiterverteiler, Händler und die Grosskunden werden erneuerbare Energien und das Bedürfnis nach nachhaltigen Produkten laut Johannes Pretel, Senior Originator Axpo Deutschland, immer wichtiger. Dabei komme es auf die Abnehmer an: Hat ein Unternehmen keine Endkunden, reicht ihnen zumeist eine Ratingagentur wie EcoVadis (vgl. Infobox unten), die für sie die Beurteilung von Lieferanten betreffend Nachhaltigkeit vornimmt. Bei Unternehmen mit direkten Endkunden werde dagegen oft mehr gefordert. Kunden aus der Konsumgüterindustrie klopfen denn auch vermehrt direkt bei Axpo an und definieren ihre Produktanforderungen neu. Sie wollen ihren Kunden Lösungen aus nachhaltigen, erneuerbaren Quellen bieten, beispielsweise Exklusivstrom aus Wasserkraft. "Ein ökologischer Umgang mit Ressourcen motiviert viele Unternehmen. Treiber dafür können die Bedürfnisse der Endkunden sein, oft aber steht bei Firmen ihr eigenes Image im Fokus", bekräftigt Johannes Pretel.

EcoVadis ist eine Ratingagentur, die Unternehmen weltweit untersucht und deren Nachhaltigkeit bewertet. In Zeiten der Globalisierung ist es immer schwieriger, die faire und saubere Herkunft von Ressourcen und Dienstleistungen nachzuweisen. EcoVadis macht diese einzelnen Prozesse in der Wertschöpfungskette für ihre Kunden transparent und stellt eine Rangliste von Unternehmen innerhalb einer Branche her. Mehr dazu auf deren Webseite.

Johannes Pretel, Senior Originator Axpo Deutschland
Christian Capello, Leiter Nachhaltigkeitsmanagement Axpo

100% erneuerbar

Immer häufiger positionieren sich kleine und grosse Unternehmen in ihrem Nachhaltigkeitsbericht mit dem CO2-Footprint und dessen steter Reduktion. Den eigenen Energiebedarf sogar zu 100% mit erneuerbaren Energien zu decken, hat sich z.B. IKEA zum Ziel gesetzt. Und steht damit nicht alleine da: Auch Firmen wie Nestlé, UBS, die Schweizerische Post und H&M haben grüne Energie als wichtiges Element ihrer Nachhaltigkeitsstrategie auf der Agenda.
Insgesamt sind es rund 90 Unternehmen weltweit, die sich zu diesem Trend bekennen. Welche Firmen das sind und wie sie das erreichen wollen, verraten sie u.a. auf der Webseite There100.

Weisse Weste in der Wertschöpfungskette

Auch Axpo wird jedes Jahr von verschiedenen Kunden befragt. Das Spektrum an Fragen ist umfangreich. Axpo beackert regelmässig vielschichtige Fragekataloge zum Thema Nachhaltigkeit in seiner ganzen Breite. Nicht nur die ökologische und die ökonomische Dimension interessieren, sondern sehr oft insbesondere auch die soziale. Keine Einzelfälle sind Fragen wie "Seid ihr im Diamantengeschäft tätig?" oder "Wie steht es mit Kinderarbeit?". Es sind denn auch die sozialen Themen wie Weiterbildung oder Kinderarbeit, Sicherheit und Umweltschutz, zu denen die Kunden am meisten wissen wollen.

Auch bei der Ratingagentur EcoVadis ist Axpo mit dabei und beantwortet für Kunden in einem aufwändigen Assessment Fragen zur Nachhaltigkeit. Jedes Jahr steht Axpo Red und Antwort.

"Kundenanfragen zu ‚Nonfinancial‘-Informationen über Axpo haben in den letzten Jahren klar zugenommen", stellt Christian Capello, Leiter Nachhaltigkeitsmanagement von Axpo, fest. "‘Becoming green‘ findet in praktisch allen Branchen Einzug, denn die Öffentlichkeit und die Konsumenten fordern immer häufiger, dass individuell definierte Standards eingehalten werden. Sonst kaufen sie unsere Produkte nicht mehr," bekräftigt Christian Capello. Politik und Wirtschaft verlangten mittlerweile, dass alle Schritte der Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitsanforderungen genügen. Diese Realität ist auch für Axpo zentral, schliesslich ist sie einerseits Lieferantin und anderseits selbst von externen Lieferanten abhängig.

Nachhaltigkeit hat bei Axpo eine lange Tradition. Die erreichten Meilensteine der letzten Jahre zur Verankerung der Nachhaltigkeit in der Unternehmenskultur im Überblick:

2015/16:

  • Verankerung der Nachhaltigkeit im MbO-Prozess: Alle höheren Führungskräfte erhalten als Teil ihrer persönlichen Zielvorgaben auch ein Nachhaltigkeitsziel.


2014/15:

  • Publikation des Nachhaltigkeitsberichts – als erstes Energieunternehmen in der Schweiz mit Einstufung G4 «Comprehensive» (umfassend) nach dem Standard der Global Reporting Initiative (GRI)
  • Übergabe der Aufgaben des Nachhaltigkeitsbeirats an das Nachhaltigkeitsmanagement


2013/14:

  • Einführung des Kodexes für Geschäftspartner, aufgebaut nach den Beschaffungsrichtlinien der wichtigsten internationalen Organisationen
  • Festlegung von Fokusthemen der Nachhaltigkeit für Axpo, zusammengefasst in Handlungsfeldern mit verbindlichen Zielen für die kommenden vier Jahre


2012/13:

  • Einführung von Kennzahlen zur Messung der Nachhaltigkeitsleistung in den drei Dimensionen "Ökonomie", "Ökologie" und "Soziales"


2011/12:

  • Publikation des integrierten Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichts – als einziges Energieunternehmen in der Schweiz mit Einstufung A+ nach GRI


2010/11:

  • Einführung des Verhaltenskodexes, mit dem sich Axpo zu vorbehaltloser Compliance – Gesetzestreue, Integrität und Ethik – bei ihren Aktivitäten verpflichtet


2009/10:

  • Publikation des ersten integrierten Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichts mit Einstufung B+ nach GRI


2008/09:

  • Publikation des ersten konzernweiten Treibhausgasinventars nach ISO 14064
  • Publikation der ersten Umweltdeklaration (Environmental Product Declaration, EPD®) nach ISO 14025 für das Kernkraftwerk Beznau


2007/08:

  • Publikation des ersten Nachhaltigkeitsberichts nach (GRI) auf Level C+
  • Etablierung des Nachhaltigkeitsbeirats

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