Energiemarkt
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Ja zu Subventionen

gfs.bern-Umfrage: Schweizer wollen Wasser- und Kernkraft stützen

Die sichere Stromversorgung der Schweiz ist wichtig: Deshalb sind 54 % der Stimmberechtigten bereit, für Schweizer Strom mehr zu bezahlen. Laut einer repräsentativen Umfrage des Forschungsinstituts gfs.bern wollen zudem 75 % nicht, dass der CO2-freie Schweizer Atomstrom durch Dreckstrom aus dem Ausland ersetzt wird. Sie sagen – in einer Übergangszeit – auch Ja zu Subventionen für Strom aus Kern- und Wasserkraft.

Die Schweizer Stimmberechtigten stehen auch ein halbes Jahr nach der Volksabstimmung hinter der Energiestrategie 2050. Das zeigt eine repräsentative Umfrage* des Forschungsintituts gfs.bern im Auftrag von Axpo. Die Zustimmung ist mit 59 % (Abstimmung Mai 58,2%) praktisch unverändert. Stabil bleibt auch die Meinung zur Kernenergie: Die Bevölkerung will zwar den Ausstieg, aber nicht kurz-, sondern langfristig. 74 % der Befragten sind deshalb „sehr“ oder „eher einverstanden“, die Kernkraftwerke noch so lange laufen zu lassen, bis wir genügend erneuerbare Energie produzieren.

Klar ist auch: Der saubere, nahezu C02-freie Atomstrom soll nicht durch „dreckigen Kohlestrom“ ersetzt werden. Satte 75 % der Befragten sind dieser Ansicht und 49 % glauben, dass der Bau neuer Gaskraftwerke in der Schweiz die Klimaziele torpedieren würden. Trotzdem wünscht sich eine Mehrheit, dass die Schweiz ihren Stromverbrauch zu drei Vierteln aus eigener Produktion abdecken kann. Nur logisch deshalb, dass mehr als die Hälfte aller Befragten (54%) bereit sind, für Schweizer Strom “mehr zu bezahlen, wenn dafür weniger Strom aus dem Ausland importiert werden muss".

Hier gibt es die Resultate im Detail

Fragen zur Schweizer Energieversorgung

Fragen zur Schweizer Energieversorgung

Fragen zur Schweizer Energieversorgung

Aussagen zu Schweizer Stromproduzenten

Aussagen zu Schweizer Stromproduzenten

Fragen zu den Aufgaben des Staates

Gute Rahmenbedingungen

Die Schweizer Stimmberechtigten stützen zudem Unternehmen wie Axpo. Die Aussage „ob Schweizer Stromproduzenten jetzt Konkurs gehen ist egal. Es ist ja immer genug Strom da“ beantworten 87 % mit Nein. 81 % wollen deshalb, dass die Schweiz die staatlichen Rahmenbedingungen so festlegt, dass Schweizer Stromproduzenten unterstützt werden. 64 % finden zudem, der Staat müsse in einer Übergangszeit die Wasser- und Kernkraft mit Subventionen unterstützten, wenn diese nicht kostendeckend sei.

Angst vor Mangellage im Winter

Die Befragten gehen dabei laut gfs.bern „bemerkenswert pragmatisch“ mit den Folgen der beschlossenen Energiewende auf die Stromproduktion um. Eine relativ deutliche Mehrheit geht davon aus, dass die Schweizer Stromproduktion auf längere Zeit den Strombedarf hierzulande zu wesentlichen Teilen nicht decken kann. Allerdings wünschen sich Mehrheiten grundsätzlich eine Erhöhung des Anteils der Produktion in der Schweiz. Eine Vollversorgung mit einheimischem Strom ist aber kein wichtiges Ziel. Allerdings sind sich die Befragten bewusst, dass die Schweiz im Winter auf noch mehr ausländischen Strom angewiesen ist - und auch anfälliger für Stromunterbrüche wird. Deshalb sprechen sich 94 % der Befragten dafür aus, dass der Staat für eine sichere Stromversorgung („immer genügend Strom“) sorgen soll.

*Die Umfrage wurde zwischen dem 11. Und 20. Oktober mittels computergestützter Telefoninterviews durchgeführt. Befragt wurden 1001 Stimmberechtigte. Der Stichprobenfehler liegt zwischen 2,5 und 3,2 %.

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