Ignacio Soneira, Leiter Axpo Iberia, (2.v.l.) war beim Spatenstich für den Bau der Photovoltaikanlage im portugiesischen Évora mit dabei
Energiemarkt
share

Erste Solaranlage ohne Subventionen

Spatenstich in Portugal – Inbetriebnahme Anfang 2019 erwartet

Der Grundstein ist gelegt: Fünf Monate nachdem sich Axpo Iberia zusammen mit dem Projektentwickler Hyperion, dem grössten Anteilseigner Mirova und der Banco BPI in einem gemeinsamen Abkommen auf die Umsetzung des Projekts verständigt hatte, beginnt nun der Bau der Photovoltaikanlage im portugiesischen Évora.

Die Wolken am Himmel machten es der Sonne nicht immer ganz leicht, doch der Freude der beteiligten Unternehmen taten sie keinen Abbruch: „Heute ist ein grossartiger Tag, da scheint für uns alle die Sonne!“ Mit diesen Worten von Ignacio Soneira, Leiter Axpo Iberia, startete der Baubeginn für die Photovoltaikanlage Vale de Moura im portugiesischen Évora.

Eine Anlage notabene, die eine ganz besondere ist: Es handelt sich dabei nämlich um den ersten Solarpark auf der iberischen Halbinsel überhaupt, der ausschliesslich mit Hilfe eines Modells der privaten Finanzierung und somit ohne öffentliche Subventionen gebaut und betrieben wird.

Die wesentlichen Akteure des Vorhabens – die örtlichen Initianten des Projekts, die Investoren, die finanzierende Bank und Axpo Iberia als zukünftige Vermarkterin des erzeugten Stroms – setzen damit ein Pionierprojekt in die Tat um, das die Entwicklung ähnlicher Bauvorhaben im Bereich der erneuerbaren Energien in den kommenden Jahren prägen dürfte.

Stromabnahmevertrag mit 10-jähriger Laufzeit

Weil Axpo Iberia im Rahmen eines Power Purchase Agreements (PPA) bis ins Jahr 2029 eine langfristige Preis- und Abnahmegarantie für den erzeugten Solarstrom aus Évora gewährt und diesen in Eigenregie vermarkten wird, ist das gesamte Projekt überhaupt erst zustande gekommen. Axpo legt damit nicht nur den Grundstein für die Entwicklung ähnlicher Bauvorhaben in den kommenden Jahren, sondern erschliesst sich auch ein neues Geschäftsfeld.

„Wir sind sehr optimistisch, dass dieses bahnbrechende Projekt den Weg für die Realisierung weiterer langfristiger PPAs mit Produzenten und Verbrauchern ebnen wird, die wettbewerbsfähigere Preise garantieren und zur Entwicklung erneuerbarer Energien in Portugal, aber auch in Spanien beitragen“, so Ignacio Soneira.

Potenzial auch für andere Märkte in Europa

Die Vereinbarung ist der erste Stromabnahmevertrag mit einer Laufzeit von zehn Jahren, der in Portugal unterzeichnet wurde. Umfang und Volumen machen das Geschäft darüber hinaus auch zur bedeutendsten Vereinbarung dieser Art auf der gesamten iberischen Halbinsel.

In anderen europäischen Märkten verfügt Axpo bereits über vielfältige Erfahrungen im Bereich von Stromabnahmeverträgen. Dass im Falle der Solaranlage in Évora keinerlei öffentliche Subventionen fliessen, macht den Abschluss aber auch aus Sicht von Axpo einzigartig. Dieser Stromabnahmevertrag dürfte deshalb Modellcharakter für andere Märkte besonders im Süden Europas haben, wo die Subventionstöpfe seit jeher deutlich weniger prall gefüllt sind als in anderen Regionen.

Ein Solarpark auf 77 Fussballfeldern

Die Solaranlage mit einer installierten Leistung von 28 Megawatt (MW) wird auf einem grossen Feld nahe Évora, der Hauptstadt der zentralportugiesischen Region Alentejo rund 130 km östlich von Lissabon, durch ein spezialisiertes Bauunternehmen auf einer Gesamtfläche von 55 Hektar erstellt. Dies entspricht 77 Fussballfeldern. Ihre jährliche Energieproduktion wird auf rund 50 GWh veranschlagt, was dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 14‘000 Haushalten entspricht.

Fertigstellung noch in diesem Jahr

Die beteiligten Akteure erwarten, dass der Bau der Photovoltaikanlage bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein dürfte. Anfang 2019 soll sie dann in Betrieb gehen.

Bei Ignacio Soneira ist schon Vorfreude auszumachen: „Der Spatenstich ist ein erster grosser Meilenstein. Wir liegen aktuell voll im Zeitplan und sind zuversichtlich, dass der Bau wie vorgesehen vonstattengeht. Ich freue mich schon jetzt auf den Moment, in dem die Anlage zum ersten Mal Strom produzieren wird, den Axpo Iberia dann vermarkten kann.“

Über Axpo Iberia

Axpo Iberia mit Sitz in Madrid stellt seit ihrer Gründung vor 15 Jahren umfassende Energielösungen für Erzeuger, Verbraucher und andere Teilnehmer des dortigen Energiemarktes bereit, beschafft Energie für Endkunden und bietet Risikomanagementlösungen an. Der Fokus liegt dabei seit jeher auf nachhaltigen Geschäften im Bereich der erneuerbaren Energien: So ist Axpo Iberia heute die wichtigste Windkraftvermarkterin in Spanien und bewirtschaftet ein Portfolio von Produzenten erneuerbarer Energien im Umfang von rund 7‘700 MW. Der Abschluss für die Solaranlage in Évora schafft für Axpo Iberia die Voraussetzungen, um mit weiteren Produzenten und Konsumenten langfristige Stromabnahmeverträge abzuschliessen und so den Ausbau der erneuerbaren Energien in Spanien und Portugal weiter voranzutreiben.

Lust auf mehr Energiethemen? Dann abonnieren Sie den Newsletter von Axpo.

An einen Freund senden

Back-to-top