Beznau 50
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50 Jahre KKW Beznau

Ein halbes Jahrhundert klimafreundliche Stromproduktion

Das Kernkraftwerk Beznau (KKB) feiert dieses Jahr sein 50-Jahr-Jubiläum. Dank umfangreichen Nachrüstungen, Instandhaltungs- und Modernisierungsinvestitionen in der Grössenordnung von über CHF 2.5 Mia. erfüllt die Anlage alle regulatorisch und gesetzlich festgelegten Sicherheitsanforderungen.

Axpo plant, die Anlage so lange zu betreiben, wie sie sicher und wirtschaftlich ist. Mit dem Weiterbetrieb des KKB leistet Axpo einen wertvollen Beitrag zur Stromversorgung der Schweiz und zu einem stabilen Netzbetrieb. Der Weiterbetrieb der Anlage ist mitunter auch eine wichtige Stütze in der Umsetzung der Energiestrategie 2050 (Mehr dazu hier).

Das KKB besteht aus zwei Blöcken. Die kommerzielle Inbetriebnahme des ersten der beiden Blöcke (KKB 1) fand nach rund vierjähriger Bauzeit im Dezember 1969 statt; der zweite Block (KKB 2) folgte im April 1972. Von der Inbetriebnahme bis Ende 2018 haben das KKB 1 rund 121’273 und das KKB 2 rund 128’153 Gigawattstunden Strom produziert. Damit wurden im Vergleich zur Erzeugung mit einem Braunkohlekraftwerk insgesamt rund 300 Mio. Tonnen an CO2-Emissionen eingespart.

Die Bauzeit

1964: Baubeschluss der damaligen NOK für ein Kernkraftwerk auf der Insel Beznau

1965: Spatenstich für das erste Kernkraftwerk der Schweiz

1967: NOK-Verwaltungsrat beschliesst, auf der Insel Beznau einen zweiten, praktisch identischen Block zu bauen

1969: Nach nur 48 Monaten Bauzeit geht das KKB 1 ans Netz. Das KKB 2 folgt am 3. April 1972, ebenfalls nach vierjähriger Bauzeit

Die wichtigsten Nachrüstungen und Modernisierungsinvestitionen der letzten Jahrzehnte im Überblick

1991/2015: Einbau des Anlageinformationssystem ANIS 1991 und Modernisierung der Anlage 2015. Modernste Hard- und Softwarelösungen verarbeiten Tausende von Signalen pro Block, um die nahtlose Überwachung und Aufzeichnung der Betriebshistorie sicherzustellen

1993: Realisierung des Notstandsystems NANO. Das NANO bringt die Anlage auch beim Ausfall des Kommandoraumes oder der ursprünglich vorhandenen Sicherheitssysteme in eine stabile und sichere Lage

1993/99: Ersatz der Dampferzeuger in beiden Blöcken: Mit dem präventiven Austausch der Dampferzeuger wird das Risiko eines ungeplanten Produktionsausfalles verringert

1993: Bau des ZWIBEZ: Im Zwischenlager auf dem Areal des KKB werden radioaktive Abfälle und Brennelemente sicher eingelagert, bis sie ins Tiefenlager verbracht werden

1995: Ersatz Hochdruckturbinen: Der Ersatz geht mit einer Leistungssteigerung einher

2001: Realisierung eines digitalen Reaktorschutz-Systems. Das System sichert die digitale Über-wachung des Reaktors und leitet eine Schnellabschaltung des Reaktors ein bevor die Ausle-gungsgrenzen erreicht werden

2007: Bau eines Simulators. Dieser erlaubt, die Mitarbeitenden unter realistischen Bedingungen zu trainieren und auch die Auswirkungen von technischen Veränderungen an der Anlage zu simulieren

2015: Präventiver Austausch der Reaktordruckbehälterdeckel auf Grund von Erfahrungen im Aus-land

2015: Erneuerung einer neuen redundanten, autarken Notstromversorgung: Mit der Inbetriebset-zung wird eine zusätzliche erdbeben- und überflutungssichere Notstromversorgung geschaffen. Vier leistungsstarke Dieselaggregate sorgen für eine Autarkiezeit von sieben Tagen für eine sichere Stromversorgung des Kraftwerks

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